Prigglitz - Hl. Nikolaus
Der Hauptaltar der Kirche besteht aus Lindabrunner Stein und wurde 1963 an Stelle des baufälligen Hochaltars errichtet. 2007 wurde er verkleinert und der Ambo aus demselben Material errichtet.
Im Jahre 2008 wurden neue Kirchenbänke angeschafft.
Die Kanzel ist eine hübsche Barockarbeit. Aus einer Inschrift kann sie genau datiert werden. die Inschrift der Kanzel lautet: "Dise Canzel hat machen lassen der Hochwirdige Herr Leopold Sommerer Hochfürstl: Salzburglscher Cons. Rath und Kaysl. Pfarrer allhier. Anno 1733". Die Pfarre Prigglitz war bis ins 18. Jhdt. der Erzdiözese Salzburg eingegliedert und kam erst danach zur Erzdiözese Wien.
In der Sitznische im Altarraum kann man eine Darstellung von anbetenden Engeln (Reste eines größeren Freskos "Mariä Aufnahme") erkennen.
Die beiden Holzfiguren links und rechts vom Altar stellen den Hl. Petrus und den Hl. Paulus dar. Es sind dies Kopien der Originale, die sich aus Sicherheitsgründen im Wiener Diözesanmuseum befinden. Diese stammen wahrscheinlich vom gotischen Hochaltar.
Im Frauenschiff befindet sich der barocke Marienaltar. Er wurde vom Bildhauer Philipp Lafleur für den Pfarrer Leopold Sommerer hergestellt und stammt aus dem Jahr 1727. Nach den noch erhaltenen Rechnungen kostete der Altar damals 120 Gulden in Gold. Im Mittelpunkt dieses Altars steht heute eine gotische Madonnenskulptur, Maria mit dem Kinde und einer Birne. Auch sie ist eine Kopie. Das Original ist ebenfalls im Diözesanmuseum. Die schönen Statuen der heiligen Leopold und Sebastian (links), sowie der heiligen Florian und Rochus (rechts) dürften auch au der Hand Lafleurs stammen.
Das Nordschiff ist das Patriciusschiff der Patrickkult war im Mittelalter weit verbreitet. Heute ist er eher selten anzutreffen, z. B. in der Oststeiermark. Es ist möglich, dass er auf die Missionstätigkeit der iro-schottischen Mönche im 9. - 11. Jhdt. zurückgeht. Patricius (Patrick) ist ja der Apostel Irlands. Auch dürften die Augustiner-Chorherrn bei der Verbreitung der Verehrung des Heiligen Patrick mitgewirkt haben. Obwohl St. Nikolaus (6. Dezember) der Kirchenpatron von Prigglitz ist, wird der Patriciustag (17. März) als "Kirtag" gefeiert. Patricius wird als Viehpatron verehrt und zu seinem Fest kommen von alters her Wallfahrer aus der ganzen Gegend. Der Patriciusaltar ist eine Grödner Schnitzarbeit aus dem 19. Jhdt. Das Altarbild ist eine gute Barockarbeit und stellt die Apotheose des hl. Patrick dar. Als Altarunterbau dient heute das klassizistische "hl. Grab".
